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Lefthand Networks virtualisiert Hamburger Reederei
Betreff:
Lefthand Networks virtualisiert Hamburger Reederei
Sendungsdatum:
2010-02-01 16:14:41
Ausgabe #:
1
Inhalt:
Der Open-iSCSI-Spezialist Lefthand Networks virtualisiert die Storage-Kapazität des Hamburger Reedereibetriebs MACS Maritime Carrier Shipping.
Lefthand Networks SAN/iQ ergänzt virtuelle Server bei MACS Shipping
iSCSI-SAN für Citrix XEN
Höhere Anforderungen an Leistung und Verfügbarkeit, steigende Stromkosten, wachsender Kapazitätsbedarf: Die Gründe für ein grundlegendes Überdenken der IT-Infrastruktur bei MACS Maritime Carrier Shipping waren vielfältig. Nach einer umfassenden Konsolidierung fährt der Hamburger Reedereibetrieb heute virtuelle Maschinen unter Citrix XENServer in einem iSCSI-SAN ... und damit effektiver, schneller und kostengünstiger. SAN/iQ von Lefthand Networks virtualisiert dabei die Storage-Kapazität und stellt sie virtuellen Maschinen dynamisch und ausfallsicher zur Verfügung.
Die 1974 gegründete MACS Maritime Carrier GmbH & Co. ist als Reederei auf Transporte zwischen Südafrika und Europa spezialisiert. Mit derzeit 9 sogenannten Multipurpose- oder Mehrzweckschiffen transportiert das Unternehmen im wahrsten Sinne des Wortes alles. Auf den flexiblen Frachtschiffen werden die verschiedensten Güter und Verpackungsformen verladen, darunter Container, Bulkware, Fahrzeuge, Tanks usw. Häufig bewegte Waren sind Erze, Salze und Düngemittel, man hat aber auch schon Windmühlen und Tiere wie Strauße und Giraffen sicher über die See gebracht. Derzeit ist MACS Shipping mit einem besonderen Großprojekt betraut: Die Dachkonstruktion des neuen Stadions für die Fussballweltmeisterschaft 2010 wird nach Durban in Südafrika transportiert.
Am Hamburger Hauptsitz der Reederei sind etwa 45 Mitarbeiter in erster Linie mit der Verwaltung, Koordination und Logistik beschäftigt. Auch die zentrale Informationstechnologie mit MS-Clients und Active Directory, herkömmlichen Office-Anwendungen und der FiBu (FinanzBuchhaltung) von Microsoft ist hier angesiedelt. Besonders kapazitätsintensive Anwendung ist dabei die Email-Applikation ”David” von ”Tobit”, höchste Anforderungen an die Verfügbarkeit stellt das branchenspezifische Datenbanksystem Line-CS der Firma Softship. Es ist auf die unternehmenseigenen Bedürfnisse angepasst und über Citrix-Terminalserver rund um die Uhr und weltweit abrufbereit, da man 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr Informationen über die lokalen Agenten, Schiffe und Ladungen sammelt, analysiert und bereitstellt.
Im Rechenzentrum wurde dieser Betrieb mit etwa 20 Servern und 1,5 TB verteilter Plattenkapazität realisiert. Anlässlich der Einführung eines zentralen Dokumentenmanagementsystems und der turnusgemäß fälligen Erneuerung mehrerer Server überdachte man die komplette Konzeption.
”Höhere Anforderungen an Verfügbarkeit, steigende Stromkosten und wachsender Kapazitätsbedarf legten die Server-Konsolidierung und -Virtualisierung nahe. Wir wollten diesen Schritt konsequent gehen und beschlossen daher, den Storage von Anfang an in dieses Konzept mit einzubeziehen. Es macht einfach Sinn, Storage und Server gemeinsam zu konsolidieren”, so Jörn Richter, der als Chief Information Manager für den IT-Betrieb bei MACS verantwortlich zeichnet. ”Also suchten wir eine zentrale und hochverfügbare Speicherlösung um virtuelle Platten zu generieren und sie virtuellen Maschinen zur Verfügung zu stellen.”
Pro iSCSI
Zunächst nahm man SAN-Hardware ins Visier und testete in der Hamburger Firmenzentrale diverse RAID-Systeme. Um die geforderte Funktionalität zu gewährleisten, muss bei solchen Systemen in der Regel in eine zusätzliche Fibre Channel-Infrastruktur investiert werden. Als weitere Option wurde die Implementierung einer Speichervirtualisierungssoftware diskutiert, die auf beliebiger Hardware aufsetzbar ist. Diese Idee verwarf man, da die Technologie als nicht ausgereift gilt.
Der Münchener IT-Dienstleister teracuda stellte mit SAN/iQ schließlich eine iSCSI-Lösung vor, die für den Einsatz mit Virtualisierungslösungen wie VMware ESX, Citrix XEN oder Microsoft Hypervisor optimiert ist. SAN/iQ kommt mit vollständig zertifizierter Standardhardware, dient als hochverfügbarer Shared Storage und ermöglicht die Bereitstellung virtueller Speicherplatten. Damit sind Hochverfügbarkeitsfunktionen wie sie üblicherweise nur kostspielige SAN-Lösungen bieten, für niedrigere Budgets verfügbar.
Auch bei der anschließenenden Teststellung überzeugte die Performance von SAN/iQ. Dafür wurde die SQL-Datenbank auf ausgemusterte Server kopiert und mit den von teracuda gelieferten SAN/iQ-Testsystemen verbunden. Die IT-Verantwortlichen stellten keinerlei Performance-Probleme fest, auch Ausfalltests absolvierte das System erfolgreich. Gefallen fanden dabei nicht nur Leistung und Stabilität, auch die einfache Handhabung und klare Benutzerführung überzeugte:
”Die Lösung funktioniert und sie funktioniert einfach. teracuda konnte mit Lefthand das für uns passende Paket schnüren und unsere Anforderungen zum besten Preis-/Leistungsverhältnis abbilden. Mit SAN/iQ von Lefthand Networks haben wir uns für ein leistungsstarkes und zuverlässiges iSCSI-SAN entschieden, das zu unserem Anforderungsprofil passt und absolut bezahlbar ist”, so Jörn Richter.
Exakte Ausrichtung am Bedarf
Der Vorteil des offenen iSCSI-SAN-Ansatzes besteht vor allem darin, dass keine proprietäre Hardware benötigt wird. Stattdessen werden vielfach erprobte Standardkomponenten je nach Anforderung und Bedarf ausgewählt. So sind als Hardwareplattformen Dell PE2950, HP ProLiant DL320s oder IBM x3650 mit integrierten RAID-Controllern und integrierten SAS-Plattenshelfs zertifiziert. Die IT-Verantwortlichen bei MACS entschieden sich in Absprache mit teracuda für drei Maschinen vom Typ HP Proliant DL320s mit je 3,6 TB Rohkapazität und je zwei 1GbE-Karten.
Mit der Maximalausstattung von 12 SAS-Platten pro Server mit je 15.000 Umdrehungen pro Minute sind sie ganz auf Hochleistung ausgerichtet und haben sich für IO-intensive Applikationen wie Microsoft Exchange, Oracle oder Microsoft SQL Server und große Datentransfers bewährt. ”In dieser Phase war es außerordentlich wichtig, kompetente Unterstützung und Beratung zu haben, um die Storage-Server nach unseren spezifischen Anforderungen zusammenzusetzen. Die Experten von teracuda haben uns dabei hervorragend unterstützt”, bestätigt Richter.
Um die Installation des iSCSI-SANs vor Ort zu beschleunigen, konfigurierte teracuda die iSCSI-SAN-Server mit den Netzwerkkarten und der aktuellen SAN/iQ Version 7 vor. Für den Datenverkehr über iSCSI wurde zudem ein dediziertes 1GbE-Netzwerk im Rechenzentrum der MACS eingerichtet. Nur wenige Wochen nach Auftragseingang konnte das IP-SAN schließlich vor Ort installiert werden. Die Rackmontage, Anbindung an das Netzwerk und Inbetriebnahme der SAN/iQ-Server nahm dabei weniger als einen Tag in Anspruch.
Integration mit XEN
Anschließend begann die sukzessive Migration der geschäftskritischen Daten in das SAN. Für die Hardware ist eine hohe Performance und Verfügbarkeit der virtuellen Serverumgebung unter Citrix XEN zwingend erforderlich, denn mittlerweile wurden rund zwanzig physische Maschinen durch drei leistungsstarke IBM 3650 Quadcore-Maschinen ersetzt. Dabei kommt eine Maschine für die Terminalanwendung Citrix XenApp (früher: Citrix Presentation Server) zum Einsatz, zwei weitere realisieren die Servervirtualisierung mit Citrix XENserver. Auf ihnen wurden inzwischen elf virtuelle Maschinen für den Produktiv- und Testbetrieb eingerichtet.
”Durch die Konsolidierung der Serverlandschaft haben wir die Administration und Wartung deutlich vereinfacht, den Platzbedarf im Rechenzentrum und den Energieverbrauch reduziert, also insgesamt die laufenden Kosten gesenkt. Für unsere konsolidierte Hardware-Umgebung ist die Hochverfügbarkeit der Speicherumgebung ein Muss. Deswegen nutzen wir SAN/iQ für die XEN-Server. Die Inbetriebnahme erfolgte ohne großen Aufwand oder Unterbrechungen im laufenden Betrieb”, so Jörn Richter.
Die installierte SAN/iQ-Software fasst die integrierten SAS-Disks als Storage Area Network zusammen und stattet das SAN mit umfangreichen Funktionen aus. Über eine einfach zu bedienende, zentrale Management-Konsole erfolgt zunächst die Definition von virtuellen Laufwerken, die den virtuellen Servern unter Citrix zugeteilt wurden. Dies kann wahlweise über in der Größe fest definierte Volumes oder dynamisch erfolgen. Bei diesem sogenannten Thin Provisioning werden die physischen Ressourcen nicht gebunden, sondern erst nach tatsächlichem Bedarf beschrieben. Dadurch kann das Gesamtsystem ohne Performance-Einbußen ”überbucht” und die Auslastung deutlich erhöht werden. Im Funktionsspektrum der Software ist dabei die Technologie für die synchrone und asynchrone Spiegelung ebenso enthalten, wie Snapshots und Tools für die Migration von Daten zwischen den Cluster-Knoten.
Bei MACS wurden zunächst die Email-Anwendungen und Datenbanken auf den iSCSI-Storage kopiert, im SAN gespiegelt und dann in den Produktivbetrieb geschaltet. Für sie wurden dynamische Volumes bis zu 2 TB eingerichtet. Nach der Zuweisung per Drag-And-Drop und dem Einrichten der Sicherheitslevel (synchrone Spiegelung) und Quality of Services (QoS) muss der Administrator erst wieder Hand anlegen, wenn diese Kapazität nahezu ausgeschöpft ist. Bei einer Auslastung von z. B. 80 Prozent wird er vom System rechzeitig durch eine automatische Benachrichtigung informiert. Die restlichen virtuellen Maschinen wurden im Anschluss nach dem gleichen Prinzip sukzessive in das SAN überführt.
Intelligente Cluster-Technik
Einmal im SAN, garantiert die patentierte Netzwerk-Cluster-Technologie von Lefthand Networks die von MACS geforderte Ausfallsicherheit. Die Besonderheit liegt daran, dass diese Technik eine Performance- und Kapazitätsskalierung nach dem n+1-Prinzip ermöglicht. Beim Netzwerk-Cluster wird ein Volume in Datenblöcke unterteilt und entsprechend dem Replikationslevel auf beliebig viele Storage-Server verteilt. Wichtig zu wissen: Dieser Replikationslevel kann je nach Bedeutung der Daten auf Volume-Ebene eingestellt werden. Beim Zugriff auf ein Volume bilden dann die genutzten RAID-Verbände im Cluster einen gemeinsamen Storage-Pool. Der Zugriff erfolgt somit deutlich schneller. Bei entsprechender Anordnung der Server in unterschiedlichen Rechenzentren wird auf diese Weise Redundanz und Hochverfügbarkeit hergestellt. Im Normalbetrieb sind alle Storage-Server aktiv, bei einem Ausfall eines kompletten Systems übernehmen die verbleibenden Cluster-Knoten sämtliche Funktion, und das ohne Downtime!
”Die patentierte Netzwerk-RAID-Cluster-Technologie von Lefthand Networks sorgt dafür, dass alle Storage-Server auch zur Zugriffsgeschwindigkeit beitragen”, erklärt Christoph Schulz, Geschäftsführer bei teracuda. ”Damit können wir unseren Kunden hohe Leistung in I/O und Bandbreite garantieren und noch mehr Flexibilität und Ausfallsicherheit in der Virtualisierung bieten. Für MACS war die Kombination aus Hochverfügbarkeit und Performance über iSCSI ein wichtiges Kriterium. Der Anwender kann auf eine kostengünstigere und zukunftssichere IP-Technologie bauen, ohne Gefahr zu laufen, in eine Sackgasse zu investieren.”
Erwartungen erfüllt
Im Projektpaket enthalten war zudem die Schulung der MACS-Mitarbeiter, die teracuda beim Kunden vor Ort durchführte. Sie können jetzt mit wenigen Klicks neue virtuelle Disks einrichten und zuweisen. Zusätzlich sicherte sich MACS den technischen Support für den nächsten Arbeitstag sowie Softwareupdates für fünf Jahre. Mindestens für diesen Zeitraum erwartet man das Lefthand-SAN im Betrieb zu haben, wobei der Return on Investment nach etwa drei Jahren erzielt sein sollte.
Bei der Hamburger Reederei richtet man derzeit einen zweiten Serverraum ein, um die SAN-Hardware in einem nächsten Schritt auch räumlich zu trennen und damit die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Zudem ist geplant, künftig auch die integrierte Snapshot-Techik für Backups zu nutzen.
”SAN/iQ hat unsere Erwartungen bislang voll und ganz erfüllt. Wir hatten keinerlei Storage-Ausfälle oder -Defekte, die Performance stimmt und wir haben die Ressourcen für weiteres Wachstum”, resümmiert Jörn Richter. ”Die virtuelle Infrastruktur für Storage und Server erhöht dabei unsere Flexiblität, reduziert auf mittlere Sicht Kosten und macht uns effektiver. XENserver und SAN/iQ ergänzen sich dabei hervorragend.”
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